
Einfaches Beckenbodentraining
13. Juni 2025
Hüftbeuger – oft unterschätzt
7. September 2025Kälte als ideales Hausmittel
Die Kryotherapie – also die Behandlung mit Kälte – gehört zu den ältesten bekannten Heilmethoden. Schon vor über 5.000 Jahren nutzten Menschen Kälte, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern (Allan, 2021).
So wirkt Kälte (Liang, 2024):
- Weniger Schwellung – Kälte lässt die Blutgefäße enger werden. Dadurch tritt weniger Flüssigkeit ins Gewebe aus, Schwellungen und Blutergüsse fallen kleiner aus.
- Weniger Schmerz – Die Nervenleitungen arbeiten langsamer, was das Schmerzempfinden dämpft.
- Weniger Verspannung – Kälte verringert den Muskeltonus und kann so verspannte Bereiche entspannen.
Besonders nützlich ist die lokale Kryotherapie bei frischen Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen oder Bänderdehnungen. Die Selbstbehandlung mit einem Coolpack oder Eisbeutel ist unkompliziert und mehrmals täglich für 10–15 Minuten empfohlen. Wichtig ist, die Haut mit einem Tuch zwischen Eisbeutel und Haut zu schützen. Kühler Topfen kann ohne Tuch direkt auf die Haut aufgetragen werden.
Eine spezielle Methode, die ich oft empfehle, orientiert sich am Konzept von Cryokinetics. Dabei legt man einen Eisbeutel für 10 Sekunden direkt und ohne Tuch auf die Schwellung, danach folgen 10 sanfte Bewegungen des betroffenen Gelenks. Dieser Wechsel aus sehr kurzer Kälte und Bewegung kann bis zu 15-mal wiederholt werden und bringt oft spürbare Erleichterung.
Doch Vorsicht: Menschen mit Durchblutungsstörungen, Kälteallergien oder offenen Wunden müssen auf Kältetherapien verzichten.

Zum Beispiel nach einer Knie-Operation kann man die Schwellung verringern, indem man im Wechsel kühlt (10 Sekunden Eis) und danach eine leichte Bewegung ausführt (10 Wiederholungen).

Fotos: Forstinger

